Es ist die vierte Deutsche Leichtathletik-Meisterschaft in Folge. Nach den nationalen Titelkämpfen der U18 und U23, den Meisterschaften der U16 und U20 (beide in Wattenscheid) sowie der Masters-DM in Mönchengladbach, kämpfen am kommenden Wochenende diesmal die Männer und Frauen um Gold, Silber und Bronze. Austragungsort ist erneut der Wattenscheider Lohrheide-Sportpark. Aus heimischer Sicht steht dabei ein Athlet ganz besonders im Fokus: Hochsprungass Falk Wendrich vom LAZ Soest.
Der 31-Jährige geht mit seinen beim „Tag der Überflieger“ in Essen erzielten 2,23 Metern an Position zwei der Meldeliste, die vom Münchner Tobias Potye mit 2,30 Metern angeführt wird, ins Titelrennen. Trotz des auf den ersten Blick deutlichen Rückstandes zu seinem langjährigen Widersacher, sieht sich Wendrich aber keineswegs als chancenlos. Er sei grundsätzlich positiv gestimmt und weiterhin überzeugt, noch in dieser Saison 2,30 Meter und damit Bestleistung springen zu können.
„Ich hatte zuletzt zwar einige körperliche Beschwerden an Nacken und Rücken, die mich gefühlt etwas einschränken, jedoch bin ich hoffnungsvoll, was meine Formentwicklung in der nächsten Zeit angeht. Es würde mich sehr freuen, wenn sie schon diesen Samstag in Wattenscheid stark ansteigen würde“.
Die beiden letzten Wettkämpfe des LAZ-Athleten verliefen höchst unterschiedlich. Bei einer Veranstaltung der Continental Tour in Polen sei überhaupt nichts zusammengelaufen und daher lediglich indiskutable 2,10 Meter in die Wertung gekommen, berichtet er. Wenige Tage lief es dann bei einem Springen in den Niederlanden mit 2,18 Metern schon deutlich besser, wobei Wendrich aber auch damit noch nicht wirklich zufrieden war.
Da sich aber auch Tobias Potye zuletzt nicht frei von Formschwankungen präsentierte und beim Diamond League-Meeting in Monaco lediglich auf 2,16 Meter kam, erwartet der Soester bei der DM einen spannenden Kampf um Gold. Seiner Meinung nach sei überhaupt nicht klar, was in der Lohrheide passieren wird. „Ich bin definitiv ein Wettkampftyp und immer für eine Überraschungsleistung gut“, zeigt sich der amtierende Deutsche Hallenmeister selbstbewusst. hab


