Die ADHS-Beratungsstelle kooperiert seit Beginn des Jahres mit dem LAZ Soest . Dabei ist es ein großes Anliegen, nicht nur Kinder, Jugendliche und Familien zu beraten, sondern auch, nachhaltige Strukturen zu schaffen, die den Alltag betroffener Familien langfristig verbessern. Aus diesem Grund baut Jan Grobfeldt, Geschäftsführer der ADHS-Beratungsstelle, derzeit Kooperationen mit Sport- und Bewegungsvereinen in der Region auf.
Eine solche ist mit dem Leichtathletikzentrum Soest gelungen. Die Beratungsstelle unterstützt den Verein bereits finanziell bei sportlichen Angeboten und Ferienaktionen. Unter anderem konnten mithilfe der finanziellen Unterstützung während der Ferienfreizeit um Ostern Fahrräder ausgeliehen werden, womit Kinder und Jugendliche eine nachhaltige Fortbewegung ermöglicht wurde. Dadurch waren Ausflüge zum Strand, der Stadt und der Boulderhalle möglich.
„Mindestens genauso wichtig wie diese Unterstützung ist jedoch der fachliche Austausch. Gemeinsam möchten wir Übungsleiterinnen und Übungsleiter dabei unterstützen, Kinder mit ADHS oder anderen Verhaltensauffälligkeiten noch besser zu verstehen und ihnen im Vereinsalltag mit geeigneten pädagogischen Strategien zu begegnen“, sagt er, der gemeinsam mit dem LAZ-Team Berührungsängste abbauen, Handlungssicherheit vermitteln und dazu beitragen möchte, dass möglichst viele Kinder unabhängig von ihren individuellen Herausforderungen am Vereinsleben teilnehmen können.
Hintergrund ist die große Bedeutung von Bewegung und Sport für Kinder und Jugendliche mit einer ADHS-Symptomatik. Wissenschaftliche Erkenntnisse und auch Erfahrungen aus der täglichen Beratungsarbeit zeigen, dass regelmäßige körperliche Aktivität einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung von Konzentration, Impulskontrolle, Selbstregulation und emotionaler Stabilität leisten könne. „Gleichzeitig bietet der Vereinssport wertvolle soziale Erfahrungen, stärkt das Selbstwertgefühl und schafft Erfolgserlebnisse. Gerade für Kinder, die im Alltag häufig mit Herausforderungen oder Ausgrenzung konfrontiert sind, ist diese Anknüpfungsmöglichkeit wertvoll.“, so Grobfeldt.
„Wir sehen als ADHS-Beratungsstelle Soest unsere Aufgabe darin, Brücken zwischen Familien, Fachkräften und Vereinen zu bauen und gemeinsam Bedingungen zu schaffen, unter denen Kinder ihre Stärken entfalten können. Diesem wichtigen Zusammenhang möchten wir gemeinsam mehr Sichtbarkeit verleihen und dadurch auch andere Sportvereine ermutigen sich diesem Thema zu öffnen sowie betroffenen Kindern und Familien mit Verständnis und fachlicher Beratung zu unterstützen.“ fw


