Es war ein Novum für Nia Ferige und Greta Karsten. Ein sehr anspruchsvolles obendrein. Die beiden Sportlerinnen des LAZ Soest starteten in ihren Hochsprungwettkampf beim internationalen Sparkassenmeeting in Osterode mit der noch nie zuvor aufliegenden Anfangshöhe von 1,60 Metern.
Die mit Abstand jüngsten Springerinnen in dem acht Personen umfassenden Teilnehmerinnenfeld erledigten diese Aufgabe mit Bravour sicher im ersten Versuch. Auch die 1,64 Meter stellten für die beiden Sprungtalente kein Problem dar und wurden auf Anhieb gemeistert. Nachdem bei Ferige anschließend die Sprunglatte noch bei 1,68 Meter im ersten Anlauf liegen blieb, konnte sich Karsten im dritten und letzten Versuch ebenfalls freuen. Die Archi-Schülerin hatte diese Höhe, mit der sie nach wie vor die nationale Rangliste der W14 anführt, damit schon zum dritten Mal in dieser Saison überquert. Trotz erfüllter Norm (1,65 Meter) ist sie für einen Start bei den Deutschen U16-Meisterschaften, wo nur die Altersklasse W15 antreten darf, aber noch zu jung.
Bei den nationalen Titelkämpfen startberechtigt ist hingegen Karstens zwei Jahre ältere Vereinskameradin Nia Ferige bei der weibl. Jugend U18. Sie hatte vor einigen Wochen in Hagen mit 1,70 Metern das DM-Ticket gelöst. Nach dem erfolgreichen Auftritt ihrer beiden Schützlinge in Osterode sah sich LAZ-Trainerin Annika Straub in der „Maßnahme“ bestätigt, diese dort in den Wettkampf zu schicken. Dass es wichtig ist, junge Athletinnen frühzeitig an größere Aufgaben heranzuführen, wurde ebenso von den beiden anwesenden Bundestrainern Brigitte Kurschilgen und Jan-Gerrit Keil gesehen. hab


