Silber und Bronze für Rafael Hesse bei U16-DM

Vizemeister im Dreisprung, Bronzemedaille im Weitsprung: Rafael Hesse vom LAZ Soest hat bei den Deutschen Jugendmeisterschaften der U16 und U20 in Wattenscheid auf ganzer Linie überzeugt und sich endgültig in der nationalen Spitze etabliert. Dass er ein wahrer Meister des letzten Versuches ist, hatte Hesse schon mehrfach bewiesen. Doch nie zuvor war diese Qualität bei dem 15-Jährigen vom LAZ Soest so gefragt, wie am Samstag beim Dreisprungwettbewerb im Lohrheide-Sportpark.

Nach fünf Durchgängen lag der Borgelner mit 12,25 Metern „nur“ auf dem sechsten Rang der Konkurrenz. Doch damit wollte sich der Schützling von LAZ-Trainer Ralf Reinhard nicht zufriedengeben, nutzte seine letzte Chance und katapultierte sich auf excellente 12,62 Meter und damit hinter Meister Nick Dittrich (SV Turbine 1948 Frankenberg) auf den Vizerang. Kein weiterer Springer war im Schlussdurchgang besser als Hesse, der damit auch seine persönliche Bestleistung um 19 Zentimeter steigerte und Silber gewann. Bereits am Tag zuvor hatte er sich im Weitsprung die Bronzemedaille gesichert. Hinter Lorenz Knorr (Erfurter LAC, 6,64 Meter) und Cedric Zibelius vom Hamburger SV (6,40 Meter) kamen für ihn 6,34 Meter in die Wertung. Nach dem dritten Platz im Vorjahr im Neunkampf bedeuteten die beiden Spitzenplatzierungen in Wattenscheid die DM-Medaillen Nummer zwei und drei für das LAZ-Talent.

Bei ihrem zweiten DM-Start im Hochsprung innerhalb einer Woche „verkaufte“ sich Nia Ferige diesmal besser. Nachdem sich die junge Enserin bei den U18-Titelkämpfen mit lediglich 1,64 Metern zufriedengeben musste, überquerte sie diesmal im U20-Wettbewerb 1,68 Meter. Das bedeutete in der bis zu drei Jahre älteren Konkurrenz Platz 10. Ferige, die noch dem jüngeren Jahrgang 2010 angehört, war damit die drittbeste U18-Starterin.

Weniger erfolgreich verlief das Wochenende in der Lohrheide für die U16-Mädchenstaffel über 4 x 100 Meter sowie für Hürdensprinterin Sophie Martin. Beim LAZ-Quartett ging der letzte Wechsel völlig daneben, sodass Marie Rustemeyer, Marlene Soer, Josefine Zickau und Greta Karsten mit 51,51 Sekunden ihre Qualifikationszeit von 50,50 Sekunden deutlich verfehlten. Auch U20-Athletin Sophie Martin, die vom Start an über 100-Meter-Hürden nicht richtig ins Rennen fand, lief ihrer Bestzeit von 15,02 Sekunden hinterher und erzielte lediglich 15,29 Sekunden. Nur als Zuschauer in Wattenscheid war Sprinter Moritz Langenscheidt. Der Klotinger hatte sich vor einigen Wochen eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen, die leider noch nicht ausgeheilt war. So blieb dem 19-Jährigen anstatt der aktiven Teilnahme nur die stille Beobachterrolle auf der Tribüne bei den 200 Metern der männlichen Jugend U20. hab