Die Athletinnen und Athleten des LAZ Soest sowie ihre Trainerinnen und Trainer kommen derzeit aus dem Staunen nicht heraus. Schon seit Wochen überraschen die Leichtathleten immer wieder in nahezu allen Bereichen des Sprints, des Laufs, des Sprungs und Wurfs mit nicht für möglich gehaltenen Leistungen. Sie sammeln reihenweise Titel und Medaillen bei Landesmeisterschaften, sichern sich Tickets für Deutsche Meisterschaften und glänzen mit bundesweiten Spitzenresultaten.
Nicht anders verlief für die heimischen Akteure auch wieder das erste Wochenende der Westfalenmeisterschaften I und II in den Einzeldisziplinen in Gladbeck, wo die Medaillenausbeute mit vier Mal Gold, vier Mal Silber und zwei Mal Bronze erneut überragend ausfiel. Eine grandiose und fast schon unglaubliche Show lieferte W14-Hochspringerin Greta Karsten ab. Die Archi-Schülerin, die in dieser Saison bereits drei Mal 1,68 Meter erzielt hatte, wartete jetzt mit einer tollen Steigerung um fünf Zentimeter auf und verbesserte ihre eigene deutsche Jahresbestleistung auf 1,73 Meter.
Als sämtliche Konkurrentinnen bereits bei 1,59 Metern ausgeschieden waren, legte die junge Soesterin erst so richtig los. Wie im Rausch ging es für sie Höhe um Höhe über 1,62 Metern, 1,66, 1,69, 1,71 weiter bis zu den im zweiten Versuch gemeisterten 1,73 Metern. Seiner Favoritenrolle gerecht wurde in Gladbeck auch Karstens Vereinskamerad Michel Bottin der sich sowohl im Speerwurf als auch über 80-Meter-Hürden in der Altersklasse M14 erfolgreich durchsetzen konnte. Am Samstag lag er im Speerwurf zunächst gegen seinen größten Konkurrenten, Lukas Bruhns vom TSG Reken, zurück. Der mit 43,91 Metern Fünfte der deutschen Rangliste konnte aber erfolgreich kontern und siegte letztlich mit seiner bisher zweitbesten Weite von 42,69 Metern. Tags darauf ließ Bottin im Hürdensprint ebenfalls nichts anbrennen und gestaltete sowohl den Vorlauf (12,08 Sekunden) als auch das Finale (12,05 Sekunden) zwei Mal mit persönlichen Bestzeiten deutlich zu seinen Gunsten.
Für Westfalengold Nummer vier sorgte LAZ-Mehrkampftalent Rafael Hesse. Im Dreisprung machte es der M15-Athlet sehr spannend und übertraf seinen bis dahin führenden Konkurrenten Maximilian Krönert (Jahn Siegen) erst im sechsten und letzten Durchgang. Dieser letzte Sprung des Borgelners hatte es allerdings in sich. Erst bei excellenten 12,43 Metern landete der 15-Jährige in der Sprunggrube und setzte sich damit aktuell an die dritte Stelle der nationalen Bestenliste. Neben Dreisprung-Gold holte Hesse noch weitere Medaillen als Vizemeister im Hochsprung (1,78 Meter) und über 100 Meter (11,95 Sekunden, Vorlauf in Bestzeit 11,76 Sekunden) sowie als Drittplatzierter im Speerwurf. Weitere Medaillengewinne verzeichneten als Vizemeisterinnen Mia Vollmer (w. Jugend U20) mit 10,44 Metern im Kugelstoßen und Nia Ferige (w. Jugend U18) mit 1,64 Metern im Hochsprung. Ferige gewann außerdem mit 11,26 Metern (persönliche Bestleistung) Bronze im Dreisprung.
Über persönliche Bestleistungen freuten sich darüber hinaus: Levi Klute (m. Jugend U20) mit 11,42 Sekunden über 100 Meter, Rafael Hesse (M15) mit 11,83 Sekunden über 80-Meter-Hürden, Sophie Martin (w. Jugend U20) mit 15,32 Sekunden über 100-Meter-Hürden, Mia Vollmer (w. Jugend U20) mit 15,52 Sekunden über 100-Meter-Hürden, Nia Ferige mit 14,81 Sekunden über 100-Meter-Hürden, Greta Karsten (W14) mit 13,09 Sekunden über 100 Meter, Marlene Soer (W15) mit 12,85 Sekunden über 80-Meter-Hürden und 10,03 Metern im Dreisprung und Josefine Zickau (W14) mit 13,25 Sekunden über 80-Meter-Hürden. Greta Karsten gewann den im Rahmen der Meisterschaften durchgeführten Förderwettkampf Dreisprung der Altersklasse W14 mit ausgezeichneten 10,48 Metern. hab
Weitere Ergebnisse: Malte Langenscheidt (M14): Speer 20,72 Meter; Marie Rustemeyer, Marlene Soer, Josefine Zickau und Greta Karsten (w. Jugend U16): 4 x 100 Meter 51,14 Sekunden; Greta Karsten (W14): 80-Meter-Hürden 13,45 Sekunden; Marie Rustemeyer (W14): 100 Meter 13,42 Sekunden; Marlene Soer (W15): 100 Meter 13,16 Sekunden und Hoch 1,30 Meter.


