Rückblick auf die erfolgreiche Hallensaison 2026

Mittlerweile befinden sie sich schon wieder in der Vorbereitung auf die Freiluftsaison, sind bereits im Trainingslager oder stehen kurz davor. Ein Blick auf die zurückliegende Hallensaison lohnt sich für die Sportlerinnen und Sportler des LAZ Soest aber allemal. Denn die Statistik zeigt: Es war die erfolgreichste in der gut 27-jährigen Vereinsgeschichte.

Für das alles überragende Resultat sorgte Hochspringer Falk Wendrich. Der 30-Jährige wurde mit 2,19 Metern Deutscher Hallenmeister. Nach zahlreichen Vizemeisterschaften und dritten Plätzen war es Wendrichs erster Titelgewinn bei den Männern. Dabei wäre es um ein Haar nicht zum Gold-Coup des LAZ-Athleten gekommen, der sich wegen einer noch nicht ganz auskurierten Bronchitis erst im letzten Moment für einen DM-Start entschieden hatte.

Doch neben Wendrichs Erfolg hatte das LAZ Soest noch weiteren Grund zur Freude. So errang man bei den Westfalenmeisterschaften unter dem Hallendach nicht weniger als acht Mal Gold, was einen neuen Vereinsrekord bedeutet. Je zwei Siege feiern konnten Michel Bottin (M14) über 80-Meter-Hürden und im Stabhochsprung, Rafael Hesse (M15) im Kugelstoßen und Dreisprung und bei den Masters Ines Rustemeyer (W50) im Hochsprung und Weitsprung. Linda Kipp (W60) im 60-Meter-Sprint und Mia Vollmer (w. Jugend U20) vervollständigten den Titelreigen auf Landesebene.

Bemerkenswert, dass Titel und Medaillen – insgesamt wurden 19 Medaillen gewonnen – nicht nur in allen Disziplingruppen (Lauf, Sprung und Wurf), sondern auch in nahezu allen Nachwuchsklassen (U14, U16, U18 und U20) erzielt wurden. Mit neun Medaillen machte die im Verein immer größer werdende Gruppe der Masters besonders eindrucksvoll auf sich aufmerksam. Gleich fünf Athletinnen starteten kürzlich bei der Masters-DM in Düsseldorf, bisher einmalig in der LAZ-Vereinsgeschichte.

Zwar „nur“ Silber bei den Westfalenmeisterschaften konnte diesmal Hochspringerin Greta Karsten (W14) für sich verbuchen, als sie ihrer Konkurrentin Olivia Altmann (Oberaden) bei Höhengleichheit denkbar knapp aufgrund der Fehlversuchsregel unterlag. Mit überragenden 1,63 Meter ist die Archigymnasiastin aber zweitbeste Athletin ihrer Altersklasse in Deutschland. Nur Anni Marcard vom VfL Sindelfingen war in den zurückliegenden Monaten mit 1,64 Metern um einen Zentimeter besser.

Etwas unglücklich verlief die Hallensaison für Langsprinter Moritz Langenscheidt. Der U20-Langsprinter hatte sich über 400 Meter mit starken 49,90 Sekunden das DM-Ticket gesichert, konnte jedoch bei den nationalen Titelkämpfen in Sindelfingen verletzungsbedingt nicht an den Start gehen. hab