„Die bisherige Hallensaison ist ziemlich zermürbend. Sehnenschmerzen, diffuse Knieschmerzen und Formschwäche durch fehlendes Training“: Falk Wendrichs Worte klingen wenig begeisternd. Doch wer den Hochspringer des LAZ Soest kennt, weiß dass ihn negative Begleitumstände nicht daran hindern, einen eingeschlagenen Weg unbeirrt weiterzugehen. So auch vor einigen Tagen im polnischen Gorzow, wo der 30-Jährige bei seinem zweiten Wettkampf der Hallensaison nach dem Meeting in Stockholm erneut 2,18 Meter erzielte.
Wie schon in der schwedischen Hauptstadt, schaffte er diese Höhe, mit der er nach wie vor die nationale Rangliste der Männer anführt, im dritten Versuch. „Da habe ich mich mit einer Energieleistung drübergewuchtet“, so Wendrich. Danach sei die Batterie aber auch schon leer gewesen. Viel Spaß bereite ihm das Ganze aktuell leider auch nicht. Höchst angetan war der Soester allerdings von der Veranstaltung in Gorzow. „Bei der Veranstaltung habe ich die Leidenschaft, den Aufwand und das Herzblut gespürt. Ich hoffe, dass ich nächstes Jahr dort wieder starten kann“, war der LAZ-Athlet vom Jump-Festival in der polnischen Großstadt an der Warthe begeistert.
Bereits an diesem Samstag geht es für Wendrich mit einem weiteren Event der World Athletics Indoor Tour in Tschechien weiter. In Hustopece trifft er u. a. auch auf Vize-Weltmeister Sanghyeok Woo aus Südkorea. „Um hier auch nur ansatzweise mithalten zu können, muss es höher als 2,20 Meter gehen“, ist der Soester überzeugt. Eigentlich sei dies aber auch irrelevant. Er hofft, dass alles gut geht und plant direkt im Anschluss am Dienstag in Trinec (Tschechien) einen weiteren Start. „Eventuell mache ich aber auch nur den ersten Wettkampf, danach entscheide ich weiter“. hab


